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Ausflugstipp: Von Gutshaus zu Gutshaus

Von dem Seminarhaus in Drahnsdorf benötigt man zu Fuß bis zum alten Gut in Schäcksdorf zirka 30 Minuten. wenn der Weg durch den Wald genommen wird. Nach zwei Kilometern öffnet sich der Blick ins Weite über die ehemaligen Schäferwiesen hinweg, die wohl einmal zum Gutshaus in Schäcksdorf gehörten.

Auf  der Mitte der grünen Felder angelangt, hatten wir das Bedürfnis dort liegend zu verweilen. In dieser Gegend von Brandenburg  ist es fast immer menschleer, was eigentlich gut ist. Es ist als wäre hier die Natur noch ganz bei sich. Die Bäume standen an diesem schönen Tag im milden Herbstlicht ringsrum fernverklärt und die Erde dampfte dort, wo gegen Mittag die Schatten der Wälder der Sonne weichen mussten. Als wir in den Himmel schauten, konnten wir kleine tanzende Lichtpunkte sehen, was uns jetzt wohl der nicht glaubt, der es nie erlebt hat.

Zum Gutshaus in Schäcksdorf sind es von dort aus noch etwa zehn Minuten. Als wir dort ankamen, hatte keiner von uns geahnt, dass wir zwei Stunden später auf dessen Dach hocken würden. Freunde riefen an, ob wir nicht mithelfen könnten die Eindeckung zu flicken bevor die ersten Herbststürme kommen, die meistens auch viel Regen bringen.

 

Mein Iphone war nicht schnell genug, so kam es im Panoramamodus zu schwarzen Abrissen.

 

 

Von Drahnsdorf nach Schäcksdorf braucht man zu Fuß etwa eine halbe Stunde.

Zu Lichtpunkten oder Kreiselwellen:

https://www.sein.de/energie-sehen-meditation-mit-offenen-augen/

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Ausflugstipp: Nach Dahme und zum Körber Teich

Eines hat Dahme mit Luckau gemeinsam. Die Altstadt hat sich erhalten. Viele Gebäude wurden nach der Wende aufwendig restauriert, die alten Fensterstrukturen und Fachwerkfassaden wurden detailgenau rekonstruiert.

Aber Dahme ist eine schrumpfende Stadt. Langsam zieht der Leerstand auch in den sanierten Häusern ein und an diesem Samstag im September laufe ich durch menschenleere Straßen. Nur im schönen Schlosspark rollen noch ein paar Omas vom angrenzenden Altersheim auf ihren Rollatoren.

Wenn man von Drahnsdorf nach Dahme fährt, dann entfernt man sich von Berlin und kommt in brandenburgs verlassene Gebiete. Das kann aber auch irgendwie besonders sein: Wehmut und Melancholie, verwitternde Gebäude, weite menschenleere Felder und Wälder.

Kurz hinter Dahme liegt der Körber Teich. Letztes Jahr gab es da noch einen Trabbi -Erlebnispark, dieses Jahr blieb auch der Campingplatz geschlossen. Aber den Eisboy gibt es noch und zwei sonderbare Tierfiguren auf denen man für nur ein paar Cent ein bisschen reiten kann.

Vom Seminarhaus in Drahnsdorf bis Dahme und zum Körber Teich braucht man mit dem Autor zirka zwanzig Minuten.

Paddeln im Naturpark bei Dahme:

http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.328692.de

 

 

 

 

Ausflugstipp: Brandenburgs dörflichstes Industriedenkmal

„Die romantische Siedlung ist ein Denkmal von europäischem Rang, das in drei Jahrhunderten organisch aus Fachwerk, Ziegel und Lehm gewachsen ist”

So steht es schön formuliert auf der informativen Website zu dem Museumsdorf, dass 1986 als Industrie-Denkmal anerkannt wurde und romantisch zwischen Kiefernwäldern und Wiesen eines großen Naturschutzgebietes liegt.

Unter dem Leitmotiv “Kunst und Handwerk im Urstromtal” bieten zirka zwanzig Handwerker und Händler, die sich im Ort niedergelassen haben, ihre Waren an, die sie selbst in Glashütte hergestellt haben. Jedes Jahr gibt es einen dichten Kalender von Veranstaltungen und Ausstellungen dieses ganzjährig geöffneten „Industrie-Dorf- Denkmals”.

Architektonisch ist beeindruckend, wie in diesem eigentlich rein zum Zweck der Glasbrennerei um 1715 gegründetem Dorf sich auch heute noch großartige Sichten auf Gebäudeensemble öffnen. Man bekommt hier eine Ahnung davon, wie in ähnlich organisch-harmonischer Weise auch einmal andere Dörfer in der Lausitz ihren Reiz aus dem Zusammenspiel traditioneller Bauformen bezogen haben, in der noch ein Sinn für das Ganze wirksam war.

Vom Seminarhaus in  Drahnsdorf aus braucht man mit dem Auto nach Glashütte etwas 15-20 Minuten, wobei noch zu bemerken wäre, dass die Strecke dorthin an reizvollen Rubinienwäldern vorbeiführt.

http://www.museumsdorf-glashuette.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Museumsdorf_Baruther_Glash%C3%BCtte

 

 

Dies ist eine wirklich kurze Tour, denn man ist in drei Minuten da.

Auf der schräg gegenüberliegenden Straßenseite von unserem Seminarhaus in Drahnsdorf gibt es ein Schlupfloch. Durch dieses gelangt man in einen verwilderten Obstgarten mit Kirsch- , Pfirsich-, Pflaumen- und Apfelbäumen, der zwischen alten und verfallenen Stallungen, Scheunen liegt, die auch einmal zum Gut gehörten. Dahinter beginnt das offene Land.

Es ist auch eine Reise in eine andere und besondere Zeit: Brandenburg oder Drahnsdorf um 1860 bis 1900. Als man noch mit der Hand sähte, mit dem Pferd pflügte und das Heu in mächtige und schön gezimmerte Heuböden einbrachte.

Auch wenn heute vieles verfallen ist, spürt man beim Betrachten der verwitternden Wände, Fenster, Giebel dieser roten Ruinen – mit ihrer nie mehr erreichten Richtigkeit– wie kraftvoll und beseelend hier mal Glaube und Natur in Leben und Arbeit hineingewirkt haben mussten.

 

Ausflugstipp: Von Luckau zum Stossdorfer See

Wer Lübeck kennt, wird sich vielleicht in Luckau an die alte Hansestadt erinnert fühlen. In der Altstadt reihen sich Barockbauten mit geschwungenen Giebeln eng aneinander, dazwischen stehen ein paar klassizistische Gebäude aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert. Denn zur Gründerzeit wurde dort kein Bahnhof gebaut und weder zu DDR- noch zu heutigen Zeiten wurde dies nachgeholt. So sind die letzten hundertfünfzig Jahre einigermaßen spurlos an diesem idyllisch-verschlafenen Ort mit seinen zirka zehntausend Einwohnern vorbeigezogen.

Vom  Seminarhaus in Drahnsdorf kommt man in gut fünfzehn Minuten nach Luckau. Fährt man noch ein wenig weiter auf der L 53 Richtung Calau und biegt nach 5 Minuten in Egsdorf links ein, gelangt man direkt zum Stossdorfer See.

Dieser ist groß, klar und tief und liegt einsam zwischen Wiesen und Wäldern. Ein Grabstein erinnert daran, dass der See seinen Namen einem Dorf verdankt, dass in den sechziger Jahren dem Braunkohlebau weichen musste.